Sinah am Start: #3 IXS Downhill Cup Klinovec

Was für ein Wochenende!
Juni, Sommer, Fahrradfahren.

Tschchien, Klinovec, 6 Grad und Regen.  Hm.  Geht auch^^

Da war wieder glitzer-glitzer-fidibus angesagt!

-Denn in Klinovec glitzert der Boden durch die Erz-Teilchen so schön 🙂

 

 

Ein Downhill-Rennen der extra Klasse, würde ich mal behaupten: Mit 3000m Länge und 450 Höhenmeter, die es zu vernichten gilt, ist die Downhill-Strecke „DHK“ im Trailpark Klinovec länger als die Worldcup-Strecke im schottischen Fort William.

Ca. 350 Downhill-Rennfahrer und -Rennfahrerinnen haben den Weg zum dritten IXS Cup gefunden und ich mittendrin. Aufregend!

Freitags ist Trackwalk und die ersten Trainingsläufe dürfen beginnen: Mit Spiel, Spaß und am Ende schlammbedeckt mit einem dicken Grinsen geht es nach vier Abfahrten zum Glück in die Ferienwohnung mit warmer Dusche und echter Herdplatte.

-In Tschechien können wir uns das leisten 😀

 

Nach Winterberg war Klinovec das zweite Rennen der Saison für mich. Viele Mädels aus „meiner“, der Open Women Klasse, haben sich in Willingen, beim zweiten IXS Cup schon weiter befreundet und ich mogel mich nächstes Mal auch dazu^^   Samstag morgen beim Training habe ich das Mädel-Rudel getroffen und mal schüchtern aus der Ferne geschaut, was die eigentlich so treiben.

Joah…  sieht gut aus 🙂

Bester Laune und ziemlich aufgeregt gehe ich Samstag mittag an den Start zum Seeding-Run. Eigentlich „hetzte“ ich zum Seeding-Run und kam gerade so 3 Minuten vorher. -Ich dachte, ich fahre vor dem Seeding noch schnell den Rubin-Trail…    „noch schnell“…
Der Rubin Trail ist ein 8km langer Flowtrail, den es scheinbar nicht mal eben in drei-vier-fünf Minuten  abzuhaken gilt 😀 😀 😀   Und wer diesen Trail schnell fahren will, muss beim Enduro-MTB die Federelemente auf „halb“ stellen und ordentlich pushen!

 

Tja…  Kurz vor knapp stehe ich also gut warm und todes aufgeregt am Start und die Uhr tickt:

30

20

10

oha…  gleich wird die Uhr grün…

5  ->  grün! Los geht’s!!!!

Gleich bei dem ersten Sprung höre ich den Dämpfer durchschlagen und frage mich „Hä? Das war ja jetzt wirklich nur ’ne Kleinigkeit…“.  Egal, weiter geht’s! Durch große, kleine, steile und flache Kurven, weniger über Stöcke aber dafür über umso mehr Steine geht mein Run den Berg hinunter.

Laut schreiend mache ich auf mich aufmerksam und überhole die Nummer 303 bereits in der oberen Hälfte. Hat gut funktioniert, danke dafür!

In der zweiten Hälfte -auf dem Motoway- fährt noch eine Open Women Kollegin. Ich rufe: „MAAAAAAAAANNDYYYYYYYYY!  BITTE LASS MICH VORBEI!“ Und auch das hat gut funktioniert, danke, ihr Lieben!

Der vorletzte Sprung, ein Table, bei dem ich im Training extra noch schön geübt habe, sauber in die Landung zu springen, kickt mir plötzlich das Hinterrad hoch in die Luft, in komme in Struggle, das Bike kippt, übertrieben frontlastig will mein Hinterrad obenüber mein Vorderrad in der Luft überholen, ich fange wieder an zu schreien „Aaaaaahhh“ und gerade noch so, schaffen es meine Gabel und meine höchst muskulösen Unter- und Oberarme diesen massiven Nose-Dive abzufangen! Puh… Aber SuperSinah wäre ja nicht SuperSinah, wenn ich mich von dieser kleinen Nah-Toderfahrung bremsen lassen würde: Der nächste Table ist nur kurz dahinter und ich denke mir: „HA! Jetzt erst recht!“ und springe souverän drüber.
Jetzt, pedal, pedal, Kurve, pedal, pedal und ZACK! Ziellinie!
Mit viel Gerumpel und Gepumpel lege ich einen halbwegs sauberen Lauf hin und TADDAAAA!!!
Platz 3 im Seeding! WOW!

 

Gut geschafft und zufrieden fahre ich zurück in die Wohnung und stelle dann erstaunt fest:
Oh… scheinbar habe ich nach dem Flow-Trail vergessen, meine Federelemente wieder auf „Offen“ zu stellen 😀 😀 😀 😀    Ooopsi^^  Kann ja mal passieren. Bin ja kein Profi  xD

 

Bei schönstem Nieselregen und knapp über 10 Grad geht Sonntag das Training weiter. Gleich in der ersten Runde, sah er Boden zwischen den großen Steinen so schön aus, dass ich mir dachte, DA LEG ICH MICH KURZ HIN!

 

 

Zum Rennlauf um 12:19 war ich dann pünktlich mit ein wenig Zeitreserve vor Ort, sodass wir Mädels uns fröhlich „Laurentia“ singend noch etwas aufwärmen konnten.

Als Vorvorletze bin ich an der Reihe. Unbedingt wollte ich meinen dritten Platz aus dem Seeding-Run verteidigen und kaum wurde die Uhr grün, trampelte ich los!
Sprung, Sprung, Kurve, Kurve, laufen lassen, Waldstück, Löcher, Kurve, Kurve, Steine…  ohje…  SO viele Steine!!!

 

 

Mit einer Zeit von 5:52, also 5 Sekunden schneller als am Samstag, fuhr ich über die Ziellinie und hinter meinem Namen stand die (3)! Völlig neben mir vergas ich, dass ja noch zwei schnelle Mädels runterkommen, freute ich mich schon über den dritten Platz, aus dem dann noch der vierte Platz wurde. Oops^^

Naja.
Nächstes Mal.

Meine Zeit wird kommen!

Und ich sehe das sportlich-fair: Wer besser trainiert hat und weniger bremst, hat es auch verdient, den dritten Platz zu belegen!
Meinen Glückwunsch an Jessica Kalbitz!

Wir sehen uns in Ilmenau!!!      🙂

 

 

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